Tag: Cremlingen

Bald ist es wieder soweit ! 3. Hüttenzauber im Seniorenzentrum Neiletal.

Hüttenzauber mit Feuerwerk im Seniorenzentrum Neiletal 2o16

Mit Adenauers Boccia-Spiel zum Sieg

Im Seniorenzentrum am Oelber Bach traten Schüler gegen die Heimbewohner an. Am Ende setzte sich die Erfahrung durch und siegte der Spaß.

Von Jan-Michael Schürholz

Beobachtet und angefeuert von den anderen Spielern wirft Erich Wilmink seine Kugel.

Langsam geht Erich Wilmink in die leichte Hocke. Der Blick des 76-Jährigen ist fest auf einen kleinen weißen Ball vor ihm gerichtet. Dann holt er langsam mit seinem Arm aus und wirft die gelbe Kugel, die er in seiner Hand hält. Unter den Anfeuerungsrufen der anderen Spieler landet die Kugel nahe dem kleinen weißen Ball, rollt dann aber doch noch etwas weiter.

 

 

Foto: Bernward Comes

„Der Spaß steht im Mittelpunkt“, sagt Wilmink und zwinkert mit den Augen. Es ist sein zweites Bocciaturnier, an dem er im Seniorenzentrum Haus am Oelber Bach teilnimmt. „Vorher habe ich nur einmal Adenauer beim Boccia-Spiel im Fernsehen gesehen“, sagt er.

Vier Teams treten an. Neben dem Team vom Haus am Oelber Bach nehmen auch Senioren aus den Seniorenzentren aus Lutter und Cremlingen teil. Die vierte Mannschaft stellen Schüler der nahen Schule im Innerstetal.

„Ich hatte mich schon vor den Ferien angemeldet“, sagt der 17-jährige Nick. Er ist einer der acht Spieler, die gegen die Senioren antreten. „Man darf sie nicht unterschätzen“, sagt er. Denn im vergangenen Jahr seien die älteren Semester sehr erfolgreich gewesen, erinnert er sich.

Gespielt wird auf einer Wiese. Mit einem, durch einen Eimer und einem Pylonen beschwertem, Seil ist die Abwurflinie gekennzeichnet. Die Spieler werden namentlich aufgerufen und machen ihren Wurf. Haben alle geworfen haben, wird die Entfernung jeder Kugel zur weißen Kugel gemessen und das Ergebnis notiert.

„Jeweils die zwei Besten kommen weiter“, erklärt Kevin Gewalt. Der 16-Jährige, der an der Schule seinen Freiwilligen Dienst absolviert, hat das Turnier in diesem Jahr über die Sommerferien organisiert und erfasst nun die Ergebnisse.

Die Spieler, die gerade nicht an der Reihe sind, sitzen auf den Bänken und Gartenstühlen, die im Garten verteilt stehen. „Es ist eine schöne Abwechslung“, sagt die 83-jährige Margit Kathe. Sie tritt für das Team Cremlingen an. Es ist zwar ihr erstes Bocciaturnier, wie sie sagt, doch: „Wir haben gute Spieler.“ Am Ende Platz zwei zu erreichen, sagt sie und lacht.

Auf ein gutes Abschneiden hoffen auch andere Spieler. „Die Bedingungen sind aber heute sehr schwer“, sagt eine 86-jährige Spielerin. Der Rasen ist zu wellig und auch der Wind weht in Böen.

Die 12-jährige Lisa verfolgt das Spiel mit einigen Freunden. „Es ist total schön hier“, sagt sie. Das Spiel mit den Senioren mache ihr viel Spaß. „Aber sie sind sehr viel besser als wir“, sagt sie.

Am Training kann dies allerdings nicht liegen, denn wie die Schüler, haben auch die Senioren meist nur wenig Zeit in die Vorbereitung investiert. „Wir wollten gestern noch üben“, verrät Wilmink. Doch der Regen hatte ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Am Ende des Turniers konnten die Senioren doch wieder überzeugen. Und vielleicht hat auch Adenauers Boccia-Spiel dazu beigetragen. Denn Wilmink setzte sich erfolgreich gegen Kathe und den 12-jährigen Niklas Manchen durch.

Im nächsten Jahr werden die Schüler sicherlich wieder eine Revanche fordern, der die Senioren sicher gerne nachkommen werden.

Artikel erschienen in der Salzgitter Zeitung am 15. August 2013

 

10 JAHRE – SENIORENZENTRUM HAUS AM OELBER BACH

Es war einmal, vor gar nicht allzu langer Zeit …

Eine grüne Wiese war mit Tautropfen benetzt, die in der Sonne funkelten. Wir schreiben das Jahr 2003. Neben ihr floss ein kleines, fast lautloses Bächlein. Beide lebten in den Tag hinein.

Eines Morgens bebte der Boden. Bagger, Kräne und anderes schweres Gerät ließen die Wiese und das Bächlein erzittern. „Was passiert mit uns?“, dachten beide. „Sind unsere Tage nun gezählt?

Nicht wissend was die Zukunft bringen wird, ließ die Wiese alles über sich ergehen. Lastwagen kamen und fuhren wieder fort, Beton wurde auf sie gegossen, Menschen traten auf ihr herum. Die Wiese beschloss einen langen Schlaf einzulegen. Das Bächlein hingegen beobachtete alles sehr.

Die Wiese schlief und schlief. Monate vergingen. Das Bächlein war begierig das Erlebte der Wiese mitzuteilen. Es begann laut zu plätschern. Nach einiger Zeit des Plätscherns erwachte die Wiese tatsächlich. Sie spürte, dass etwas auf ihr stand. Das Bächlein freute sich und begrüßte sie herzlich. “Was war geschehen?” fragte die Wiese. “Auf dir steht ein Haus!” antwortete das Bächlein. “In diesem Haus sind Menschen.” Die Wiese erstarrte. “Menschen?. Das ist ja furchtbar. Die machen alles kaputt!” Das Bächlein sagte daraufhin: “Keine Angst, diese Menschen sind lieb. Sie pflegen dich.” “Stimmt!” bemerkte die Wiese. “Mir tut nichts weh. Meine Narben sind verheilt” Sie schaute sich um und erblickte ein wunderschönes Haus. In diesem Haus leben alte und junge Menschen. Die jungen Menschen helfen den Älteren. Harmonie liegt in der Luft. Der Bach erzählt freudig. “Weißt du was das Schönste ist? Das Haus hat meinen Namen. Es heißt Haus am Oelber Bach!

Die Jahre vergingen, das Haus wurde größer. Es bekam Geschwister. Eins war in Lutter. Das Neiletal, ein Verwandter der Wiese und des Bächleins, diente als Standort. Ein Geschwisterchen wohnte gleich nebenan. Es heißt “Willkommen im Lebenswerk”. Die haben ganz viele Autos. Damit fahren sie von Haus zu Haus. Ein weiteres Geschwisterchen ist in Büsum. Dort am Meer kann jeder erholsamen Urlaub machen. Das Jüngste Kind ist in Cremlingen. Alle Häuser und Leute zusammen sind eine große Familie.

Nun sind 10 Jahre vergangen. In dieser Zeit ist viel passiert. Aber die Wiese, das Bächlein und alle Menschen leben in Frieden und sind glücklich. Das 10-jährige Jubiläum wurde gefeiert.

Lassen Sie sich überraschen, was in diesem Jahr noch alles passiert…

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH vom Neiletal aus Lutter mit einem GROSSEM Lob nach Oelber am Weißen Wege… Macht weiter so !!!!